Sophie Pacini

Klavier

Bloß kein Chopin mit Weichzeichner! "Der Mann hat Kanten – und zwar scharfe", entgegnet Sophie Pacini dem gängigen Klischee einer allzu lieblich-gefälligen Tonsprache. Die junge Pianistin war wohl etwas besorgt, man könne sie zu sehr in die Romantik-Ecke stellen, als sie 2014 ihre CD mit Klavierwerken Chopins vorstellte. "Junges Mädchen mit schwarzen Haaren und verträumtem Blick spielt Chopin", dieses Bild will Pacini ganz und gar nicht bedienen. Und vielleicht erntete die Tochter italienisch-deutscher Eltern gerade deshalb für diese Einspielung den bislang größten Erfolg ihrer bisherigen künstlerischen Laufbahn: den Echo Klassik 2015 in der Kategorie "Nachwuchskünstlerin des Jahres". Wie bei ihrer Mentorin Martha Argerich, der Pacini einst tollkühn und völlig unangemeldet in einem Hotel (!) vorspielte – woraus sich eine tiefe Freundschaft entwickelte – bedeutet tief beseeltes, aufgewühltes Spiel für die 24-Jährige eben kein Abtauchen ins Ungefähre, sondern ein genaues und kluges Nachvollziehen aller Wucht, Glut und Zerrissenheit romantischer Empfindungswelten.

Frédéric Chopin (1810 - 1849)

Nocturne Nr. 1 b-Moll & Nr. 2 Es-Dur


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Scherzo Nr. 2 b-Moll


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Ludwig van Beethoven (1770 - 1827)
Klaviersonate C-Dur op. 53 "Waldstein-Sonate"


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Franz Liszt (1811 - 1886)

Consolations Nr. 1-3 & Réminiscences de "Don Juan"