Nobu Tsujii (c) Yuji Hori Nobu Tsujii (c) Yuji Hori

Nobu Tsujii Klavier

Rezital

 

PROGRAMM

SATIE "Trois Gymnopédies"
DEBUSSY "Images", 1. Buch
RAVEL Sonatine
CHOPIN Scherzi Nr. 1-4


Seit er mit 20 Jahren den Van-Cliburn-Wettbewerb in den USA gewann, musiziert Nobu - wie ihn alle nennen - mit Star-Dirigenten wie Valery Gergiev und spielt an den Brennpunkten des Musiklebens. Von der Berliner Philharmonie über die New Yorker Carnegie-Hall bis zur Londoner Royal Albert Hall, in der er bei den Proms mit „noch nie dagewesener Begeisterung“ gefeiert wurde.
Doch bei Nobu ist etwas anders. Er ist seit seiner Geburt blind. Zwei Jahre lang hat US-Filmemacher Peter Rosen Nobu für seinen Film „Touching the Sound“ die unwahrscheinliche Reise von Nobuyuki Tsujii begleitet und seine berührende Lebensgeschichte erzählt. Alles begann mit Jingle Bells. Seine Mutter sang das Lied und der Zweijährige spielte es auf einem Spielzeugklavier einfach nach. Mit vier bekommt er Klavierunterricht, mit sieben gewinnt er seinen ersten Preis und steht im Alter von zehn Jahren erstmals in Osaka auf der Bühne. Anfangs arbeitet Nobu mit Blindenschrift: die eine Hand ertastet die Notierung, die andere spielt die Töne. Bald entscheidet sich Nobu aber für seine eigene Technik: Die Musik wird getrennt für die linke und rechte Hand aufgenommen. Er lernt beide Teile und setzt sie dann wieder zusammen - alles also nur nach Gehör. Sein Spiel ist ein Wunder. Bei begleitenden Orchestern erklärt Nobu ganz beiläufig: „Ich spüre sie atmen.“ Ein junges Genie!

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