Lucas Debargue

Klavier

Beim Tschaikowsky-Wettbewerb war er der "Sieger der Herzen", wurde über Nacht zur Sensation der Klavierszene und entfachte einen wahren Medienhype. Sofort stürzte sich mit Sony Classical eines der großen Plattenlabels auf Debargue. Dabei ist bei ihm alles anders als bei sonstigen Jungstars. Sein kometengleicher Aufstieg bricht mit sämtlichen Regeln. Nein, die Eltern sind keine Musiker. Nein, er fing nicht schon als Kleinkind mit dem Klavierspiel an, sondern erst mit elf Jahren und dann auch noch autodidaktisch. Aber dann spielt er erst mal lieber in einer Rockband, jobbt im Supermarkt und studiert Literatur. Erst mit zwanzig beginnt er eine professionelle Ausbildung. Und hat bald danach den Mut – oder besser: die Dreistigkeit – sich beim Wettbewerb aller Wettbewerbe in Moskau anzumelden! Dort spielte er mit einer unglaublichen, bezwingenden Freiheit, einer kreativen Phantasie, dass ihm alle sofort zu Füßen lagen. Dass er am Ende „nur“ den vierten Platz belegte, lag nur daran, dass er dort das erste Mal in seinem Leben (!) mit Orchester spielte. Also gab man ihm den angesehenen Kritiker-Preis und der Vorsitzende des Wettbewerbs, Valery Gergiev, brach ein weiteres Mal die Regeln und ließ Debargue in der großen Abschlussgala der Sieger spielen.

Domenico Scarlatti (1685 - 1757)

Sonata A-Dur, K208
Sonata A-Dur, K24
Sonata C-Dur, K132
Sonata d-Moll, K141


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Ludwig van Beethoven (1770 - 1827)
Klaviersonate Nr. 7 D-Dur, op. 10 Nr. 3


*** PAUSE ***


Maurice Ravel (1875 - 1937)
Gaspard de la Nuit


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Franz Liszt (1811 - 1886)
Mephisto-Walzer Nr. 1