Roger Cicero & Big Band "In diesem Moment"
Der Erfolg kam zwar nicht schnell”, sagt Roger Cicero mit Blick auf seine bisherige Karriere, „aber dafür ziemlich plötzlich. Und auch ziemlich massiv: Ich hatte drei Jahre lang weder Zeit noch Kopf, irgendetwas zu verarbeiten.” Mit seinem Album „Männersachen” brach der Erfolg über Cicero herein: Über 300 Konzerte und drei Platin-dekorierte Alben in nur drei Jahren! Danach aber war es Zeit für eine Zäsur. Jetzt liegt das Resultat vor: „In diesem Moment“ heißt das neue Album und das dazu gehörige Konzert. Ciceros Stil ist neu und musikalisch brillant. Swing bleibt die Basis, aber Funk, Pop, Soul und messerscharfe stilsichere Grooves kommen jetzt dazu. Und auch tief empfundene Emotionalität. Nie verliert er dabei seine lakonische, direkte Sprache - ergänzt durch einen trockenen, selbst-ironischen Blick auf die Welt. Und nie war Roger Ciceros Erfolg größer als jetzt! Sein Konzert im Innenhof des fürstlichen Schlosses wird eines der Highlights der Festspiele! Unnachahmlich! Cool! Eben Roger Cicero!
Den elegante Sound der 50er, den er bis zum zu seinem letzten Album „Artgerecht“ kultiviert hatte, erschien Cicero immer mehr als ein zu eng ge-wordenes Swing-Korsett: Seine stimmlichen Möglichkeiten schöpfte er damit bei weitem nicht aus. Über ein Jahr schrieb und komponierte er, unter anderem mit dem Kölner Tinseltown-Kollektiv, aber auch mit Kollegen wie Rea Garvey oder Musikern von Jamiroquai, Juli und Stanfour. Für die Produktion zog Roger Cicero mit Kiko Masbaum sowie dem für drei Titel verantwortlichen Roland Spremberg ebenfalls neue Namen hinzu, deren detailverliebte Arbeitsweise perfekt mit der eigenen harmonierte.
Gemeinsam feilten sie in ihren Kölner Studios an den Aufnahmen, justierten viele Stellschrauben und holten den Sound aus den 50ern ins Hier und Jetzt. Besetzung und Arrangements variieren in einer Spannweite vom intimen, leisen „Dunkelheit zu Licht” bis hin zu „Erste Liebe”, für welches ein opulentes Soundgewand geschneidert wurde, das ohne Weiteres auch das Finale eines französischen Films bestreiten könnte. “Es gab keine Referenzen für unsere Arbeit, keine vorgetretenen Pfade, nichts, anhand dessen ich mir hätte ausmalen können, wie das Ergebnis wohl werden würde. Ich hatte schlicht keine andere Wahl, als mich immer wieder auf den Moment einzulassen. Und aus diesen „Momenten” heraus ist das Album entstanden. So viel Roger Cicero war noch nie - nicht in den Kompositionen, vor allem nicht in den Texten!
DIE BIG BAND: Andreas Barkhoff | Axel Beineke | Gabriel Coburger | Uwe Granitza (Musikalischer Leiter) | Jeanne Hervé | Dirk Lentschat | Matthias Meusel | Ulli Orth | Detlef Raschke | Ulrich Rode | Robbie Smith | Thomas Zander | Maik Schott